Der alte Baum
Es träumt der Baum, wiegt sich im Schlaf,
der Wind haucht leise seinen Atem,
damit der Baum süß träumen kann,
stimmt nun der Wald ein Schlaflied an.
Sonnenperlen gleiten nieder,
fallen durch des Baumes Krone,
schweben lautlos, sacht zu Boden,
in Farben wie ein Regenbogen.
Ein Zauberelfe zu ihm tanzt,
mit seiner goldnen Harfe,
fällt in des Waldes Lied schnell ein,
berührt den Baum im Schlafe.
Der alte Baum hat viel gesehen,
in längst vergangenen Zeiten,
in seinem Traum da wiegt er sich,
durch die Vergänglichkeiten.
Feen ruhen in den Ästen,
streicheln sanft die Kerben,
schmiegen sich an seinen Stamm
und helfen ihm zu sterben.
Ein letztes Mal erwacht der Baum,
es raschelt laut sein grünes Kleid,
mit einem Seufzer auf den Lippen,
reist er in die Unendlichkeit.
Es weint der Wald, es stöhnt der Wind,
lieblich singt ein Feenkind,
der Elf legt seine Harfe nieder
und kniet in tiefer Demut nieder.
Der alte Baum, er war ein Freund,
trug Gutes nur im Herzen,
es lockte die Unendlichkeit,
entband ihn seiner Schmerzen.
Um sein Überleben, sollte man in gleicher
Weise bemüht sein. Er ist und bleibt unser Leben.
Herrliche Lyrik! Danke!
almebo