Das Lied der Nacht
Weißt du was geschieht,
wenn die Sonne blutrot stirbt,
der Mond sein bleiches Gesicht erhebt,
und die Reinheit der Seele verdirbt?
Wenn die Dunkelheit das Licht,
fest hält, nur einen Augenblick,
und der Schein von Glück,
wie das Feuer brennend unter geht,
Wenn die Stille lautlos schreit,
Dein Leben nur von Lüge zeugt,
Du Menschen hasst, die du eigentlich liebst,
man deine Tränen im Regen nicht sieht,
Die Nacht dich einsam weinend Herz
sanft umhüllt, hinfort dich trägt,
der Mond dein trauriges Gesicht erblickt,
doch nicht versteht den tiefen Schmerz?
Weißt du was geschehen wird,
Wenn dieser Moment deine Seele berührt,
Deine Sinne ganz umhüllt,
und doch die Hoffnung stirbt?
Mein Engel, ich werde es dir sagen.
Die Sterne und ich warten schon so lang,
dass du hinweg wirfst all deine Plagen
und die Fessel abwirfst, die dein Herz umschlang.
Deine Tränen sind unser Meer,
Dein Lachen unser Sonneschein.
Nun komm zu uns, komm hierher
dann wirst du nicht mehr traurig sein!