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Die Arche

Ich stehe im Nebel, wartend am Kai,
Gedanken sie fließen, ich fühle mich frei.
Grau ist der Nebel, bizarr wirkt die Nacht,
Bewusstsein erloschen und neu erwacht.

Bin ein einsamer Streiter, jagender Reiter,
Gottes härtester Engel, ein Wegbegleiter,
der stets vergisst, wer er war, wer er ist.
Wächter der Archen, deren Flaggen gehisst.

Der Ruf des Meeres eilt mit dem Wind,
erreicht die Alten, die Jungen, das Kind.
Der Seelenengel spielt auf seiner Schallmei
und lockt die Seelen hinunter zum Kai.

Sie betreten die Arche, Hand in Hand,
es schließt sich die grauweiße Nebelwand,
ein Engel trägt das schlafende Kind,
zerberstende Taue im tosenden Wind.

Ich stehe im Nebel, ganz nah am Kai,
Gedanken sie fließen, ich fühle mich frei.
Grau ist der Nebel, schäumend das Meer,
die Arche nimmt Fahrt auf, schau ihr hinterher.

Gottes härtester Engel hat keine Tränen,
kennt keine Trauer, fühlt nicht das Sehnen.
Spürt keine Liebe, kann keine geben,
es ist sein Los, die Leben, zu nehmen.

 

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