Das kleine Übel
Ein kleiner Welpe süß und niedlich,
eigentlich auch ziemlich friedlich,
sorgte schnell für böses Blut,
bei einer Frau, das kam nicht gut,
sein Dasein schürte ihre Wut.
Sie sprach zu ihm: „Du kleiner Kläffer,
immer wenn ich Mittags sitze,
auf dem Balkon in heißer Hitze,
habe ich einfach keine Ruh
und schuld daran, bist eben du.“
Sein Frauchen sprach:
„Ach gute Frau, wo ist denn das Problem?
Er sagt doch nur guten Tag, kann`s noch nicht verstehn.
Meistens ist er doch ganz friedlich,
ist der kleine Kerl nicht niedlich?“
Die Frau mit schlechter Laune,
brach einen Streit ganz schnell vom Zaume.
Die Nachbarn, meistens ziemlich leise,
nervten sie seltsamer Weise.
Warum? Das konnte sie nicht sagen,
sie lagen einfach schwer im Magen.
Mal war es das, mal war es dies,
sie machte ihnen das Leben mies.
Suchte Jahre schon verbissen,
nach ärgerlichen Leckerbissen.
Von Lug und Trug, genug.
Doch nun gab es einen Grund,
sie hatten doch schon einen Hund.
Warum musste noch ein zweiter her?
Ja, das nervte sie schon sehr.
Jetzt drohte Krieg, für sie der Sieg.
Der kleine Hund, er wurde traurig
und gab auch ganz schnell Ruh`,
denn bellte er mal aus Versehen,
hielt man ihm sein Schnäuzchen zu
und schimpfte immer, du du du.
Doch wenn der Kleine Gassi ging,
er laut an zu bellen fing,
damit er seine Stimme hörte
und er die Frau so auch nicht störte,
da sie ihn ja nicht mehr hörte.
Ich sage dir was, du kleiner Mann.
Ob du mal bellst mal oder nicht,
alles im Leben findet sich,
denn mancher kann es nicht ertragen,
wenn andere viel Freude haben.
Das kleine Übel strahlte dann,
sein Frauchen liebevoll nur an.
Immer sind`s die kleinen Sachen,
die anderen Menschen Sorgen machen.
Warum? Das sollte man sich fragen.
Nur schwere Kost, schadet dem Magen.