Das Buch
Geheimnisvoll verbirgst du Zeilen,
die auf den Seiten still verweilen.
Von großer Kraft geschrieben.
Der Leser soll dich lieben.
Jedoch, er muss dich erst entdecken,
du dienst so großartig vielen Zwecken.
Sollst du mich unterhalten?
Oder helfen, etwas zu gestalten?
Offenbaren mir Gedichte der Liebe,
oder abgewöhnen mir süchtige Triebe?
Unterhaltung ist viel wert,
oder Rezepte, für das Handwerk am Herd.
Gewaltig ziehst du mich in Deinen Bann,
die Zeit vergesse ich sodann.
Geschrieben Wort, wie bist Du heilig,
sauge auf dich, gar so eilig.
So mancher Satz ist ausdrucksstark,
ein anderer wiederum, blöder Quark.
Ein romantisch Wort -
ein blumiger Ort -
eine Liebe soooo groß -
oder ein Buchstabe bloß.
Ich sauge dich aus,
geliebt geschrieben Wort.
Du trägst mich an einen anderen Ort.
Verführst mich zum jubilieren,
zum selbst Schreiben, um zu inspirieren.
Worte lesen, Worte schreiben,
lernen, lesen, einverleiben.
Kurz,
das Schreiben und das Lesen,
gehört zu meines Lebens Wesen.
Im Mutterleib fing es schon an,
geschlossen die Augen,
las ich meine Gedanken dann.
Die formten sich, als ich geboren,
um, in Geschrei dann, unverfroren.
Um später dann, so etwa mit vier,
als Bilder kamen auf´s Papier.
Mit sechs war es dann endlich soweit,
denn nun war ich supergescheit.
Konnte lesen, schreiben, dichten,
erfinden die tollsten Geschichten.
Seit dieser Zeit, wo ich geh´und steh´
fliegen Zettel herum, ach du je.
Die Schubladen laufen über,
in den Schränken geht´s drunter und drüber.
Würde man die Texte finden,
und zu Büchern dann binden,
wären es mindestens zehn an der Zahl.
Irgendwann, dann mache ich´s Mal.
Wenn dann jemand sagt, "ich such´
ein interessantes Buch".
Kann ich sagen, "dies hier, werden sie lieben,
ich habe es selber geschrieben".
Zufrieden lächelnd, ich hab´s dann vollbracht,
den Traum von "meinem Buch" wahr gemacht.