Mädchentraum
Vom Tage furchtbar müde,
lass ich mich fall’n ins Bett.
Doch was ich träumen würde,
hätt ich schon gerne nett.
Mein Kopf ruht schon am Kissen,
die Augen fall’n mir zu,
als würd mein Körper wissen,
die Gedanken geben Ruh!
In meiner Welt erwacht,
seh ich die Wiesen blüh'n
und wunderschön ein Bach.
Ich will nie wieder geh’n!
Doch plötzlich wird es Nacht,
die Eule schreit vor Schreck,
weil’s furchtbar laut gekracht,
schon ist der Frieden weg.
Bevor ich weiß was ist,
erscheint ein dunkler Mann,
mit einer bösen List,
er mich entführen kann.
Die Tränen rollen langsam
Und fall’n zum Staub hinab.
So traurig und so einsam
geh ich doch niemand ab.
Ein Schurke sieht mich weinen,
er spielt jetzt meinen Wächter,
gemeinsam mit den seinen,
klingt schallendes Gelächter.
Und da erscheint ein Ritter,
die Rüstung strahlend hell,
er sieht mich hinter Gitter
und zieht sein Schwerte schnell.
Die Bande möchte fliehen,
doch er lässt sie nicht geh’n,
als sie die Schwerter ziehen,
bleibt er im Kreise steh’n.
Er lässt sein Schwert erklingen
Und startet seinen Tanz,
ich hör die Waffen singen
und seh‘ den edlen Glanz.
Mit einem Mal herrscht Stille,
bis ich dann Schritte hör,
noch stärker ist mein Wille,
als ich zu kämpfen schwör.
Der Ritter hat gesiegt
wirft mir ein Lächeln zu,
als er die Stäbe biegt,
mein Herz kommt nicht zur Ruh.
Er blickt in meine Augen
kann meine Liebe sehn,
ich weiß ich kann ihm glauben
und mit ihm weiter geh’n.
Als mich die Liebe bindet,
werd‘ ich hinfort gerissen
und wo mein Geist sich findet,
es ist mein weiches Kissen.
Warum kann man denn nicht,
den Traum zum Leben machen.
Es wär auf lange Sicht,
viel mehr für uns zu lachen.