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Besinnlichkeit

Seh ich ein altes Gotteshaus,
oder 'ne alte Mühle,
löst es etwas in mir aus,
ein Sturm sachter Gefühle.

Ein Schwan auf stillbewegtem See,
am Rand 'ne dunkle Buche,
von ferne äugt ein scheues Reh,
ein Fuchs auf Futtersuche.

Ein Bauer seine Sichel schwingt,
es neigen sich die Ähren,
des Schäfers Ruf herüberklingt,
will seine Schafe scheren.

Des Imkers Pfeife lustig dampft,
um ihn herum Gesumme,
die Kuh aus sattem Grase mampft,
zufriedenes Gebrumme.

Am Feld - im hellen Sonnenlicht,
die fleiß'gen Hände fliegen,
was am Tage schlägt die Sicht,
muss abends unterm Dache liegen.

Doch alles liegt lang schon und weit,
die Tage sind von Gestern,
doch merkt es euch - und seid gescheit,
sie sind der Zukunft Schwestern.

 

3 Wertung(en)    Schlecht »« Super  



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Kommentar von: Moni 2010-09-15 10:10
Lieber Ewald, dass ist ein sehr besinnliches Gedicht, das auch Ruhe vermittelt.l.G. Moni
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Kommentar von: almebo 2010-09-15 21:43
Hallo Ewald ebenfalls ein Dankeschön für dieses herrliche Gedicht. Auch die Strophen-Absätz e runden es ab! LG almebo
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