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Die Schneekugel

Ein kleines Mädchen irrt verlassen,
durch enge, dunkle, stille Gassen.
Blickt immer wieder hinter sich.
Hat große Angst, es fürchtet sich.

Ein Kleidchen an, die Füße nackt.
Die Kirchturmuhr ruft  Mitternacht.
Es schmerzt der kalte, scharfe Wind,
dass weinend, traurig, müde Kind.

Ein Zimmer, dass war ihr zu Haus,
drum riss sie heimlich von dort aus.
Die Liebe die sie sich ersehnte,
schon fast auf Knien danach flehte.

Wurd` ihr versagt, warum auch immer.
Was blieb, dass war ihr karges Zimmer.
Nur Einsamkeit und tiefe Trauer,
umschloss das Kind wie eine Mauer.

Das Kind ist müde, legt sich nieder.
Kraftlos schwer, die kleinen Glieder.
Mit  Augen traurig, kindlich schön,
die nun auf  fremde Sterne sehn`.

Ein kleines Haus mit bunten Lichtern.
Liebe Menschen mit Gesichtern,
die lächelnd ihr die Hände reichen
und nicht von ihrer Seite weichen.

Gesichter, die sie meint zu kennen,
kann nur mit Namen sie nicht nennen.
Menschen die ihr Wärme geben
und ihr schenken, neues Leben.

Ein Dorf im Wasser, friedlich schön
und Kinderaugen die dich sehn`.
Der Schnee ist warm, die Häuser bunt,
des Mädchens Welt ist kugelrund.

 

2 Wertung(en)    Schlecht »« Super  



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Kommentar von: almebo 2010-08-13 08:59
Ein sehr schönes rührendes Gedicht, wie es durchaus in der heutigen Zeit in einer anderen Form sich hätte zutragen können. Gefällt mir sehr gut.
Liebe Grüße almebo(Alfred)
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Kommentar von: Moni 2010-08-13 12:14
Lieber almebo, leider ist es manchmal wirklich so. Danke
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