Der kleine Zwerg
Ein Zwerglein stiefelt durch den Schnee,
die Händchen kalt, die Füß' tun weh,
das Näschen rot, die Lippen rau,
hält's Ausschau nach der Weihnachtsfrau.
Den Weihnachtsmann hat's schon gesehen,
auch Tannenelfen, Sternenfeen,
doch niemals eine Weihnachtsfrau,
mit Haar aus Eis und Augen blau.
Es geht und stöhnt, es weint und fleht:
„Weihnachtsfrau, es ist schon spät.
Mir ist so kalt, mein Atem schmerzt,
zu Eis gefriert mein Zwergenherz."
Sein leerer Blick, er streift den Himmel,
sieht nicht mehr den weißen Schimmel,
hört nicht das Lied der Weihnachtsfrau,
mit Haar aus Eis und Augen blau.
Schneekinder purzeln aus den Bäumen,
schütteln ihn aus seinen Träumen,
die Weihnachtsfrau wärmt seine Glieder
und singt ihm ihre schönsten Lieder.
Der kleine Zwerg erwacht in Wärme,
sieht Augen blau, so warm wie Sterne
und Haar aus Eis, es ist geschehen,
er hat die Weihnachtsfrau gesehen.
Sie lächelt lieb und gibt ihn frei,
Kinder des Schnees tanzen herbei,
sie fangen sacht das Zwerglein auf
und bringen sicher ihn nach Haus.
Es grüßt der Einsiedler aus dem Wald