Fernweh - Geschichten und Gedichte
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Fernweh

Grün und wuschlig, winzig klein,
wohnt im Herzen, ganz allein,
hüpft von eim auf's andre Bein,
hört einfach nicht auf zu schrei'n,
schreit laut in den Kopf hinein,
kommt nicht raus, lässt nichts rein,
kann auch niemals leise sein,
schweigt nichtmal bei Sonnenschein.

Es will in eine and're Welt,
in eine, die ihm gut gefällt,
von der die Sehnsucht ihm erzählt,
die Sehnsucht, die alles entstellt,
die dafür sorgt dass das zerfällt,
was es seit vielen Jahren hält,
was es wie ein Gefängnis quält,
bis schreiend es Sekunden zählt.

Es will nur fort, das kleine Ding,
weiß nicht einmal genau wohin,
frei und weit treiben, wie der Wind,
die Welt entdecken wie ein Kind,
ein Leben, das ganz neu beginnt,
obwohl der Kopf sagt, dass es spinnt,
dass es für all die Schönheit blind,
die es umgibt, doch nie wahrnimmt.

Und alle, die sich Sorgen machen,
und alle, die darüber lachen,
festhalten an vertrauten Sachen,
an denen viele schon zerbrachen,
verstehen nicht, wie sie entfachen,
wie Sehnsüchte ganz klein erwachen,
und wachsen, groß wie Feuerdrachen,
bis das Herz platzt, mit lautem Krachen.

Doch wer von dem Verlangen weiß,
der Sehnsucht, die unendlich heiß,
so schmerzhaft die Gedanken beißt,
und an dem kleinen Herze reißt,
hackt, wie der Pickel in das Eis,
versteht auch diesen Teufelskreis,
den lebenslang zu zahlend Preis,
denn von allein wird's niemals leis.

 

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