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Neben den Höhlen

In meiner rechten Nebenhöhle,
lebt der Bazillus Ölemöhle,
er macht mir das Leben schwer,
niesen muss ich immer sehr
und  seine Schwester Zinken,
tobt schon in der linken.

Die Nase juckt, ist sogar rot,
doch Ölemöhle mir nun droht,
sollte Medizin ich schlürfen,
wird er in die Bronchien stürzen,
auch bei Zinken hilft kein reden,
die Mandeln wird sie mir zerlegen.

In meiner Not, schnaufe ich laut aus,
Ölemöhle schaut nur raus,
lacht das sich die Nase dreht,
Zinken vor dem Ausgang steht,
baumelt an nem`  Nasenhaar
und findet so was wunderbar.

Wütend fletsche ich die Zähne,
raufe mir die Löwenmähne,
greife nach dem Nasenspray,
flüstre bös: „ Das tut jetzt weh.“
Drücke ab, mit schielend Blick,
doch Ölemöhle schielt zurück.

Er trommelt an die Nasenwand,
raubt mir damit Verstand,
schlendert rasch zum Mittelohr
und tritt feste mir davor,
auch Zinken dieser fiese Braten,
verpasst mir einen Gaumenhaken.

Ich bin es leid, das geht zu weit,
kauf mir ne` Bazillenangel,
lege mich gerade auf den Rücken,
dabei soll man sich nicht bücken,
fische nach den beiden Plagen,
da rutscht die Angel in den Magen.

Ölemöhle lacht besessen,
ruft: „ Jetzt kommt das Mittagessen!“
Als ich wütend mit mir mecker,
hör ich meinen alten Wecker,
vor dem Mund steht mir der Schaum,
ach egal, war nur ein Traum.

Des Übels Traum liegt neben mir
und spielt mit meiner Nase,
mein kleiner, frecher Kasimir,
ein durchgeknallter Hase,
er schaut fast aus wie Ölemöhle,
ein bisschen auch wie Zinken.

Ich sollte auf der nächsten Feier,
nicht wieder so viel trinken.

 

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