Flummikuchen
Heute back` ich Flummikuchen,
Drachenzahn will mich besuchen.
Steht jetzt öfters vor der Tür,
zittre schon und fürchte mir.
Immer fällt dem Drachenzahn
irgendetwas böses ein.
Manchmal sind es meine Pflanzen,
dann wiederum die Kinderlein.
Letztens hat der Drachenzahn
meine Nerven strapaziert,
in dem er meine Schränke öffnet,
diese dann noch inspiziert.
Doch heute werde ich ihn brechen,
den verdammten Drachenhals,
schütte in den Flummikuchen
anstatt Zucker, mächtig Salz.
Die Türe auf. Wer fletscht die Zähne?
Drachenzahn mit Lockenmähne.
„Hallo“ knurrts aus ihm heraus.
„Wie sieht es hier denn wieder aus?“
So gelassen wie ich bin,
sag ich nur: „Komm, setz` dich hin.
Muss nur noch den Kater suchen,
dann servier` ich dir den Kuchen.“
Wütend und mit herzgetucker,
such ich nach dem Puderzucker.
Doch spontan fällt mir dann ein,
für Drachenzahn muss das nicht sein.
Wütend speit er schon sein Feuer.
„Das neue Bild, es war wohl teuer?
Und auf der Decke ist ein Fleck!“,
brummt der Drachenlockenschreck.
Geb` ihm von dem Flummikuchen.
Sag: „Den musst du mal versuchen.“
Schau ihm dann beim kauen zu,
weiß, gleich hab` ich meine Ruh.
Drachenzahn beißt Flummikuchen.
Salzgesicht und lautes Fluchen.
Drachenbauch hüpft auf und ab.
Grunzgeräusche, ziemlich schlapp.
Er bewegt sich immer schneller,
auch der Kuchen springt vom Teller.
Tippe Drachenzahn noch an,
damit er besser hüpfen kann.
Die Haustür öffne ich bei drei,
Drachenzahn hüpft knapp vorbei.
Meine Welt ist jetzt in Butter,
draußen ist die Schwiegermutter.