Gedichte -> Humorvolle Gedichte -> Schweißfuß


Schweißfuß

Anton, Graf von Nabelbruch,
litt sehr stark an Fußgeruch,
der ihn weiter so nicht störte,
auch wenn seine Gattin röhrte.

Denn zog er seine Schuhe aus,
leerte sich ganz schnell das Haus,
selbst die Blumen, sie verwelkten,
stolze Rosen, Tulpen, Nelken.

Beim Bankett, vom König Klaus,
zog er einst die Schuhe aus,
es fiel ein Zacken aus der Krone,
dem König dann, auf seinem Throne.

Und wollte er die Gräfin gräfeln,
tat die so, als würd sie schläfeln,
ihr Gesicht ward immer trüber,
und der Graf kroch wieder rüber.

So zog Jahr um Jahr ins Land,
der Fußgeruch ward' schlimmer,
die Gräfin liebte anderswo,
sie wollt' den Gatten nimmer.

Irgendwann, da fand man ihn,
er hing in seinem Zimmer,
die Füße waren abgeschnitten,
doch es kommt noch schlimmer.

Ein Zettel hing um seinen Hals
und darauf stand geschrieben,
„Heute gibt es Bolognaise,
mit Käse, frisch gerieben."

 

4 Wertung(en)    Schlecht »« Super  



Beitrag empfehlen
 
Kommentar von: Regina 2011-04-18 18:56
Der arme Graf hatte ein schweres Los zu tragen. Immerhin hat die Gattin einen netten Lover auf diese Weise gefunden. So haben Stinkfüße doch noch eine sinnvolle Daseinsberechti gung. Witzig und sehr makaber gedichtet, schön! L.G. Regina
Melden
 
 
Kommentar von: Moni 2011-04-19 07:05
Das stimmt allerdings. Obendrein inspirieren sie noch. Gruß Moni
Melden
 
Wir möchten die Kommentare kompakt halten. Bitte deshalb OHNE Freizeilen und Absätze, hintereinander weg, schreiben! Achte bitte auf eine einfache und vernünftige Ausdrucks- und Schreibweise. Alles andere wird gelöscht. Vielen Dank.
Sicherheitscode
Aktualisieren
Einen Beitrag suchen
Noch unveröffentlicht
Die Unschuld vom Lande
Surftipps
Servietten von www.druck-expert.com druck von Servietten-Druck
Wir haben 103 Leser online