Schweißfuß
Anton, Graf von Nabelbruch,
litt sehr stark an Fußgeruch,
der ihn weiter so nicht störte,
auch wenn seine Gattin röhrte.
Denn zog er seine Schuhe aus,
leerte sich ganz schnell das Haus,
selbst die Blumen, sie verwelkten,
stolze Rosen, Tulpen, Nelken.
Beim Bankett, vom König Klaus,
zog er einst die Schuhe aus,
es fiel ein Zacken aus der Krone,
dem König dann, auf seinem Throne.
Und wollte er die Gräfin gräfeln,
tat die so, als würd sie schläfeln,
ihr Gesicht ward immer trüber,
und der Graf kroch wieder rüber.
So zog Jahr um Jahr ins Land,
der Fußgeruch ward' schlimmer,
die Gräfin liebte anderswo,
sie wollt' den Gatten nimmer.
Irgendwann, da fand man ihn,
er hing in seinem Zimmer,
die Füße waren abgeschnitten,
doch es kommt noch schlimmer.
Ein Zettel hing um seinen Hals
und darauf stand geschrieben,
„Heute gibt es Bolognaise,
mit Käse, frisch gerieben."