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Ulknudel

Leibeslied und Liebesleid
Was dem einen ist sein Uhl,
Das des anderen sein Freud
Und heut ist es mir nur Ulk.

Des Ulkes Nudel isst nur Strudel,
Der Schalk im Nacken wird ihn packen.
Das habt ihr nun von dem Gesudel,
Jetzt gibt es gleich was auf die Backen.

Die Liebe schleicht auf leisen Sohlen,
In finsterer Nacht kommt ganz sacht,
Um einen schmalzig Kuss zu holen
Dabei nimmt sich ganz sehr in Acht.

Die Berg wacht in der langen Nacht,
Der Berg ruft und schreit sich heißer,
Sie hat ihn um den Schlaf gebracht,
Er wird davon auch nicht weiser.

Da brat mir einer doch nen Storch,
Ne Ente würde besser schmecken.
Die Stasi nennt man Guck und Horch,
Man sollte sich vor ihr verstecken.

Der Hirsch röhrt laut in seiner Brunst,
Die Kuh schaut ihm von weiten zu
Und denkt, röhren ist keine Kunst,
Schreib ein Gedicht, lass mich in Ruh´.

So kann's jeder halten wie er´s will,
Lieben, spaßen, dichten und röhren,
Schmalz verstreichen übern grünen Dill
Und dabei Frau wie Mann betören.

 

6 Wertung(en)    Schlecht »« Super  



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Kommentar von: Petra 2011-11-04 19:48
Bravo, wieder einmal ein Gedicht der ganz besonderen Art. Habe mich beim Lesen wirklich sehr amüsiert. LG
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Kommentar von: Einsiedler 2011-11-04 20:39
Danke Petra, schön dass du es augegraben hast, ich hatte es aus der "Mottenkiste" hervor geholt.
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