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Der volle Märchenmond

Und wieder zerstrubbelt
der Vollmond die Sinne,
sodass ich verstrubelt
zu reimen beginne:
Mein Wind, mein Wind,
du himmlisches Kind ...
Im Mondeslicht tanzt
die Gretel mit Hans.

Oh Sternengeglimmerl
im Lebkuchenhimmerl.

Die Hexe dort oben,
vom Mond abgehoben,
sitzt blau bei Frau Venus,
weiß nicht, wann sie gehn muss
und säuft mit Gebraus
den Sternenstaub aus,
hat glei' an Mords-Rausch
und findt ned nach Haus.

Wie ging die Geschichte
nur weiter? - Ich dichte:

Der Mond, ohne Hexe
vollkommen perplexe,
schreit laut nach mei'm Fingerl
- nach dem ohne Ringerl -.
Ich streck es ihm rauf.
Er lässt's nimmer aus,
will gleich meine Hand
und küsst sie galant.

Nun bin ich seit Stunden
dem Monde verbunden.

Im Köpfchen verschwimmen
die Brüder, die Grimmen,
ein bisserl perverse
zu mondigem Verse.
Die Hexe, die rennt
zur Sonne, - verbrennt.
Frau Venus vermählt
den Hans und die Gret'.

Mich kann man
beim Mondmann
mit Knusperhaus-Kuchen
im Mondschein besuchen.

 

6 Wertung(en)    Schlecht »« Super  


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Kommentar von: Ronny 2010-01-09 19:17
Tolle Zeilen! ... ich denke diese Verse könnte man mit der richtigen Erzählweise und entsprechender Mimik noch um einiges Aufwerten, klasse ;-)
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Kommentar von: almebo 2010-09-05 15:10
Die Märchen - wie innig, nicht nur und auch sinnig,
die ließen mich träumen, mein Herz überschäumen,
um Dich zu besuchen, brauch nicht lange suchen,
mit Kuchen und Speisen, geh ich jetzt auf Reisen.
Lg almebo
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