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Regentränen

Es regnete die ganze Nacht.
Da hab ich - schlaflos - mir gedacht:
Wenn ich nun dieser Regen wäre,
DU kämst mir dabei in die Quere,
so würde ich dich übergießen
mit millionen Wasserküssen.
 
Du bliebest stehen, hieltest still,
als wüsstest du, dass ICH es will.
Ich überschüttete dein Sehnen
mit meinen warmen Regentränen,
mit Tränen voller Glück und Freuden.
Kein Tröpfelchen würd ich vergeuden.
 
Du breitetest die Arme weit
und nähmst mich auf und wärst bereit,
mir mit genussgeschloss'nen Augen
den nassen Liebesschwur zu glauben.
Durch deine Lippen dürft' ich dringen.
Du würdest laut vom Regen singen.
 
All dieses wär mir nicht genug,
empfände es auch als Betrug,
nicht deinen Körper zu liebkosen
mit meinen Tränen, kleinen, großen,
- und dir auf allen deinen Seiten
klitschnasse Freuden zu bereiten.
 
So stündest du  - mir zum Plaisir -
ganz frei und nackt und bloß vor mir.
Ich dränge dir in alle Poren
und fühlt' mich dazu auserkoren,
die Fältchen, Adern, alle "Ecken"
deines Körpers zu entdecken.
 
Zum Danke würd ich dich beglücken
und dir auch wieder Sonne schicken.

Nach diesen Regen-Denkerei'n
schlief ich dann - endlich - selig ein.

 

4 Wertung(en)    Schlecht »« Super  


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Kommentar von: Karona 2009-12-17 23:27
Liebe Insu,
ein ganz wunderbares Gedicht ist dir da wieder gelungen!
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