Ein recht ordentlicher Friedhof
"Das ist schon ein recht ordentlicher Friedhof“
Spricht der Pastor nicht ohne Stolz,
Starrt dabei auf ein Kreuz aus Holz,
"Meine Herrn, es wird dunkel; wir sollten los"
und es dauert nicht mehr lang,
bis die Dunkelheit fällt, wie ein seid‘ner Vorhang.
Draußen feiert man ein großes Fest,
das der Pastor zu ehren Christi feiern lässt,
da rumort‘s aus allen Ecken
nur einer hört‘s, ein Alter, der sagt:
"Ruhe, wir woll‘n doch nicht die Toten wecken!"
die jungen lachen:
"HA! Hört nicht auf ihn, lasst uns weiter machen!"
Auf dem Friedhof,
still und leise,
tanzen die Toten auf ihre Weise,
ja, man glaubt es kaum,
steigen sie aus ihrem ew'gen Bett,
und die Mienen sind gar nicht nett!
Von dem See her steigen Dünste herauf,
verdecken alles weiß und glatt,
und die Knochen glänzen matt:
jetzt nimmt der Horror seinen Lauf.
Mit wutverzerrten Mienen,
gleiten sie heran wie auf Schienen,
heben Arm und Bein,
packen was sie können : Seis groß, seis klein.
Übrig ist nunmehr keiner,
nur einer.
Er steht wie versteinert und sich nicht zu bewegen wagt,
Er nur grummelt: "Ich hab's euch ja gesagt."