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Die Hexe

Aus dem Nichts erscheint die Hexe,
furchtbar ist sie anzuseh'n,
fast verborgen ist ihr Antlitz,
um das schwarze Schleier weh'n.

Angestrahlt vom Licht des Mondes,
schwebt sie auf den Friedhof zu,
flüstert grauenhafte Worte,
stört der Toten stille Ruh'.

Wind erfasst den Hexenschleier,
als sie um die Gräber tanzt,
steinern, hart sind ihre Züge,
Augen schwarz und ohne Glanz.

Kleines Grab, mit schwarzen Rosen,
gut versteckt am Friedhofsrand,
auf ihm liegt ein Silberkreuzchen,
welches diese Seele bannt.

Flammen schlagen aus den Händen,
kleines Kreuz zerschmilzt in Glut,
Hitze brennt sich zu den Wänden,
wo des Teufels Brut noch ruht.

Hastig öffnet sie den Deckel,
greift behände nach dem  Kind,
hüllt es ein in ihre Schleier,
fliegt mit ihm hinfort geschwind.


Hexen drehen sich im Kreise,
kalt und dunkel ist die Nacht,
rufen nach dem Höllenfürsten,
preisen ihn und seine Macht.

Feuer, Schwefel, heiße Glut,
den Teufel hört man lachen,
dann haucht er seinen Atem aus
und lässt das Kind erwachen.

 

7 Wertung(en)    Schlecht »« Super  



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Kommentar von: Ron Beer 2010-10-29 21:37
Gefällt mir...und passt genau zur aktuellen Zeit mit Halloween top*
Gruß, Ron
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Kommentar von: Psychopoet 2010-10-30 14:04
So muß meiner Meinung nach ein Gedicht sein. In Wortwahl und Form einfach nicht besser zu machen. Läßt sich wunderbar lesen. Fantasie und Poesie sind immer eine schöne Kombination. Gruß, Martin
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Kommentar von: Angelina 2011-03-18 08:31
Whow, ich kann die schwarze Hexe sehen, die Flammen knistern hören! Das ist "Kopfkino" vom Feinsten! LG Angie
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