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Der Abgrund

Wo einst die Wellen brachen,
an Felsen steinig schwer,
klafft nun ein schwarzer Abgrund,
so tief, so hohl, so leer.

Das Herz der Erde stolpert,
verlor gar seinen Takt.
Sie wurde schlimm gefoltert,
fühlt sich jetzt alt und nackt.

Es stürzen erst die Tauben,
der Wind verharrt im Tanz.
Beim Abgrunds lautem Saugen,
erlischt der Erde Glanz.

Er saugt nun alles Leben,
in seinen schwarzen Schlund.
Zieht ihre schreiend Seelen,
bis tief auf seinen Grund.

Zurück bleibt neue Stille,
Friede schmückt die Luft.
Auch roch er plötzlich anders,
der Erde eigener Duft.

Die neue Erde atmet,
erleichtert, seufzt sie schwer.
Es schließen sich die Narben,
bestrahlt vom Lichtermeer.

 

9 Wertung(en)    Schlecht »« Super  



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Kommentar von: Rosemarie 2010-06-09 16:38
Ein Gedicht, das zum Nachdenken auffordert
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Kommentar von: valentino 007 2010-06-09 16:41
Ja, es ist an der Zeit umzudenken - jedoch es ist zu spät
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Kommentar von: Ronny 2010-06-09 16:42
Ich verstehe hier manchmal nicht, wie man für so ein tolles Gedicht nur einen Stern vergeben kann? Von mir gibt’s 5Sterne! Ich kann hier dieses "Schwarz und Weiß" der jeweiligen Situation sehr gut spüren und Ja, es ist ein Gedicht zum nachdenken!
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Kommentar von: Einsiedler 2010-11-18 14:43
Ob von Menschen verursacht oder natürlich geschehen, es kann Angst machen was du beschreibst. Wobei das Nachdenken zu Veränderungen führen sollte und die muss jeder bei sich selbst beginnen, dann können wir auch unsere Erde erhalten. Eine kleine Anmerkung habe ich noch. Du schreibst alles in der Gegenwart und da überlege ich, ob es nicht besser wäre "riecht" statt "roch" zu schreiben. Friede schmückt die Luft. Auch roch er plötzlich anders, Einen lieben Gruß vom Einsiedler
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Kommentar von: Moni 2010-11-18 15:13
Danke für deinen Kommentar. Es sollte auch ein wenig Angst machen. "Riecht" ist wirklich besser. Wollte es gerade ändern, habe ich auch, aber es bleibt wie es ist...schade. Gruß Moni
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Kommentar von: Twiddy 2010-11-18 16:32
Wir Menschen haben der Erde schwer zugesetzt, wenn sie sich jetzt wehrt, werden wir es sehr schwer haben, denn hier herrscht keine Einigkeit. Dein Gedicht könnte einmal der Wahrheit entsprechen. Liebe Grüße von Twiddy wein*
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Kommentar von: Moni 2010-11-18 16:48
Ich weiß nicht was geschehen muss, damit die Menschen erkennen, dass sie ein Teil vom Ganzen sind. Wir alle sind hier unten, weil wir bestimmt eine große Aufgabe haben, die wir ganz schön vermasselt haben. l.G. Moni
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