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Ampelstop

Herzklopfen, Zitterhände, feuerrote Ohren
im Munde trock’ner Wüstensand
Finger sich in Fäuste bohren
du fühlst dich an der Welten Rand

Du weißt nicht, wo du sollst verstecken
der Augenblicke heißes Blut
du meinst, das tausend Zungen lecken
zu schüren des Verlangens Glut

Ein heißer Sturm fällt auf dich nieder
zur Säule schier aus Salz erstarrt
du riechst den Duft von weißem Flieder
und glaubst, ein Trugbild dich da narrt

Du konntest dich nicht hinbewegen
sie sah auch nicht dein heißes Glüh’n
du mußt jetzt wohl den Gang einlegen
die Ampel war schon zweimal „Grün“

 

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