Heiligendamm
Durch jede Ritze kriecht wie schleiernder Nebel die Nacht
mit Decken verhangene Fenster und Türen
der Wind hat auf seinen Schultern grollende Töne gebracht
mit jedem Atemzug ist das Verderben zu spüren
die Ängste der Mütter steigen in Höhen
die nie ein Gefühl sonst erreicht
in verschreckten Gesichtern sind Linien zu sehen
durch die mit Vergnügen das Grauen streicht
die Herren der Bomben erheitert das Leiden
hebt es doch sichtlich den Kontostand
weil sie mit Wissen im Tun unterscheiden
zwischen dem eigenen und jedem anderen Land
wenn and’re nicht wollen fremdes Begehren
wird Abwehr vorschnell als Terror beschrieben
auch wenn sie sich nur dagegen wehren
daß mit ihren Gütern fauler Handel getrieben