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November

Der Tag verhält in seinem Lauf
zögernd tasten sich die Stunden
mit klammen Fingern durch die Zeit
verschleiert hab’ ich dich gefunden
Natur – du bist zum Schlaf bereit
Die letzten Blätter segeln träge
vom großen Baum am schwarzen Kolk
hier und da sieht man am Wege
ein herbstlichmüdes Krähenvolk
die Gräser haben sich verwandelt
geschmückt mit bunten Bändern
sie tragen schon des Winters Kleid
mit handgemalten Rändern
ein müdes Nicken in den Büschen
zeugt noch von leichter Regung
wenn ab und an ein Rabe schreit
ist das schon viel Bewegung
und plötzlich dann - in Tagesmitte
ein Sonnenstrahl hat sich verirrt
er eilt mit wunderlichem Schritte
bevor er sich im Dunst verliert
die Luft befeuchtet braune Erde
sie schmücket sich mit weißem Glanz
des Himmels schäfchenweisse Herde
stellt sich auf zum Wolkentanz
der Abend naht – das Dunkel sinkt
auf die Novembererde
wenn leise dann Musik erklingt
hofft jeder, daß es Frühling werde

© Ewald Eden -

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2 Wertung(en)    Schlecht »« Super  

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Kommentar von: Moni 2010-09-04 07:54
Lieber Ewald, ich sitze hier und lese dein Gedicht. Dabei schaue ich hin und wieder aus dem Fenster. Viele Tannen und Nebel sehe ich. Dein Gedicht passt gerade jetzt, wunderbar. Aber warum hast du dieses wunderschöne Werk, nicht in Absätzen geschrieben. l.G. Moni
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