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Die entfesselte See

Der Sturm peitscht die rauhe, die tobende See
zerrissene Wolken durcheilen den Himmel
lang’ schon ich auf der Deichkrone steh’
und wart’ auf den Reiter auf seinem Schimmel
nächtens soll er das Land bewachen
berichtet die Sage aus voriger Zeit
ich höre lauthals die Meergeister lachen
weil sie von ihren Fesseln befreit
mit gierigen Mäulern schlagen sie die Dünen
Stück für Stück bröckelt das Land
hier wird nichts mehr wachsen, hier wird nichts mehr grünen
verschwunden der weiße schimmernde Strand
das Wasser hat sich sein Erbe geholt
das man ihm mühsam abgerungen
es hat dem menschlichen Geist den Hintern versohlt
und dabei sein schauriges Lied gesungen
es läßt sich nicht knechten, es läßt sich nicht zähmen
es bleibt ein freies, ein unbändiges Werk
es läßt sich in seinen Rechten nur zeitweise lähmen
der Mensch ist dagegen ein ganz kleiner Zwerg

 

3 Wertung(en)    Schlecht »« Super  



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Kommentar von: Bergsteiger 2011-02-08 08:42
Hallo Ewald Eden, Super schöne Ballade, Respekt - Danke, Bergsteiger
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Kommentar von: Twiddy 2011-02-08 14:12
Hallo Ewald, wieder einmal spüre ich das Salz auf den Lippen, höre das gewaltige Rauschen der See. Wie immer,sehr gut geschrieben. LG Twiddy... jawoll*
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Kommentar von: P.Böttcher 2011-02-09 14:54
Auch mir gefällt die Ballade super. Die kraftvolle See so zu beschreiben - ich sehe sie vor mir.
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