Tagerwachen
In endloser Weite die schimmernde See
aus der Schwärze der Nacht ein neues Gebären.
Still verharrend am Ufer ich steh'.
Zögernd beginnt sich der Himmel zu klären,
die Finsternis weicht dem goldenen Licht
eines erwachenden Morgen,
durch fliehende Wolken die Sonnenkraft bricht.
Ich fühl mich unendlich geborgen.
Ich schau auf den Weiser in schleiernder Fern'.
Im Morgendunst blinkert sein Feuer.
Wie hab ich dich - du See - doch so gern,
auch wenn du mir oftmals nicht ganz geheuer.
© Ewald Eden
| « Zurück | Weiter » |