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Reise eines Blattes

Ein Blatt weht still und leise,
vom zarten Ast Gewölb,
es begibt sich auf große Reise,
will sehen alle Ecken der Welt.

Zwischen seinen Brüdern,
umgarnt von Sonnenstrahlen,
begleitet von der Vögel Liedern,
will es sehen alle Ecken der Welt.

In den Wolken und hohen Lüften,
in den Kronen der Bäume,
in den Alpen schauerlichen Klüften,
will es sehen alle Ecken der Welt.

Die Zeit rennt, Schnee fällt hernieder,
das Blättlein sinkt nun zur Ruh,
es wünscht sich etwas andres wieder,
will sehen das Ende der Welt.

 

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Kommentar von: Renate L. 2010-12-02 19:12
Die letzte Zeile in jedem Gedicht zu wiederholen, zumindest hier, gefällt mir weniger. Die letzte Strophe wirkt nur noch auf die Schnelle zusammen getragen, wobei die vorletzte Zeile besonders komisch klingt. Alles andere ist im Ansatz recht gut aber noch nicht ganz durchdacht. Mehr Zeit nehmen und mal eine Woche drüber schalfen, bringt oft die nötige Sicht für eigene "Fehler" bzw. eröffent einen neue Ideen bzw. kreativere Wortwahlen und Zusammenhänge. Ich hoffe etwas mit meiner Kritik helfen zu können, ich will es nicht schlech machen. Renate
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