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Intensive Erfrischung

Die Strahlen der Sonne lassen an einem wolkenlosen, heißen Sommertag jeden Menschen schwitzen. Die 36°C sind den wenigsten angenehm und die wenigen, denen es angenehm ist, haben wahrscheinlich schon zu viel Sonne in ihrem bisherigen Leben abbekommen. Egal ob Jogger, Spazierer, Pärchen, relaxende Jugendliche, … alle suchen eines: Abkühlung - die Erfrischung des überhitzten, schwitzenden Körpers in der Sommersonne, die Brise, die einem einer leichteres Gefühl verschafft, das Prickeln einer kühlen Dusche, die belebende Frische eines Schattens, … . Nach all diesen Abkühlungen sehnt sich ein Dresdner, der auf den Straßen dieser Stadt seinen Weg zum Park, nach Hause, ins Schwimmbad, o.ä. in Flipflops geht.

Für den Jogger ist jedoch die beste Erfrischung immer noch die kühle Dusche.
Nach der langen sportlichen Aktivität mit seinem halbindischen Jogging-Freund Ram ging David in seine WG, um genau diese irdische, gefühlt himmlische Freude zu erfahren. Er ging ins Bad, warf seine Sportkleidung auf die Terrakotta farbenen Fliesen des Bades ab - welche ihnen die Mädels empfohlen haben – und stieg in die Dusche um seinem muskulösen, verschwitzten Körper prickelnde, belebende Frische zu schenken. David zog den Duschhahn nach oben, damit die kühle Brause seinen Körper mit Wasser benetzen konnte. Es fühlte sich gut an, wie das angenehm kühle Wasser sich von seinem Scheitel mit seinen schwarzen Haaren bis zu seiner Achillesferse ergoss und jeder einzelne Abschnitt seiner Haut sich zusammenzog, aufgrund der kühlen und angenehmen Erfrischung. Jedes einzelne Haar an seinem athletischen Körper richtete sich auf, da das angenehme Gefühl in Kombination mit dem kühlen Wasser ihm eine Gänsehaut beschaffte. Er spürte es gern, wenn das Wasser an seinem Körper zum Boden floss und er dieses Gefühl innerer Erfrischung fühlte. Es waren Augenblicke, die er genoss und die für ihn etwas Starkes hatten. Alles verlor in diesen Momenten Davids Beachtung und Aufmerksamkeit, er war ganz meditativ – auch wenn er nichts von Meditation hielt – bei dem Waschen und Duschen seines Körpers. Auch wenn David kein Philosoph war, war er doch ein Mensch voller Emotionen und Tiefgang. Seine Herzlichkeit gegenüber seinen Mitmenschen und sein Respekt, den er allen entgegen brachte, machten ihn zu einem intensiven Freund und Menschen. Er war nüchtern, einfach und rational und doch voller intensiver Emotion und tiefem Gefühl. Ganz bewusst war ihm das noch nie, denn es war für ihn eine Selbstverständlichkeit, weshalb er auch nicht sich selbst damit lobte. Unter dem Wasserfall – den er in seinem Bad über sich rieseln ließ – fühlte er sich wohl, geborgen und zufrieden.
Als die letzten Tropfen dieses erfrischenden Wasserfalls von seinem breiten Rücken über seinen Po und seine Oberschenkel bis zur Achillesferse und schließlich von seinem Körper auf den reinweißen Wannenboden flossen, öffnete er seine Augen und nahm in sich etwas Besonderes wahr. Es war ein Gefühl tiefer innerer Verbundenheit mit sich selbst. Schon oft fühlte David Zufriedenheit und angenehmes Wohlsein unter der Dusche, doch dieser Augenblick, diese Wahrnehmung war anders, war tiefer, intensiver. Er fühlte etwas, dass er nicht beschreiben konnte, er wusste nur, dass es etwas mit ihm zutun hatte … mit seinem Selbst.

 

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