Wieder mal schlaflos
Wieder einmal schlaflos. Ich lausche deinem Atem, gleichmäßig und ruhig. Es ist schön dich zu hören, zu wissen, dass du da bist.
Manchmal bedaure ich... bedaure nicht mehr Leben mit dir geteilt zu haben. Leben mit dir gezeugt zu haben, es gemeinsam heranwachsen sehen, behüten und doch loslassen...
So viel das wir hätten teilen können.
Doch vielleicht ist uns das Miteinander deshalb so kostbar. Denn würden wir es ohne das vorher Erlebte, all die Niederlagen und falschen Hoffnungen, wirklich schätzen?
Ich weiß es nicht. Doch schaue ich in mein Fotoalbum, so ist die viel zu kurze Spanne mit dir farbig und lebendig. Das Vorherige erscheint mir düster, wie vergilbte Fotos einer fast vergessenen Zeit.
Heim kommen und wissen: Hier ist jemand, der dir zuhört. Dich still in den Arm nimmt, tröstet, ohne Getöse. Einfach da ist.
Dessen Augen deine Freude wiederspiegelt. Die Freude des Miteinanders. Der dich berührt, vertraut und doch immer wieder neu. Das ist Glück.
Und so lasse ich meine Gedanken schweifen. Unmerklich passt sich mein Atem deinem Rhythmus an. Ich werde leicht und doch traumschwer.
Schlaf ruhig, mein Herz.
- Sehr schön geschildert! -
Liebe Grüße, Alfred